Rezension zu 'Brief an mein Leben' von Miriam Meckel


Klappentext

Das ehrliche, persönliche Protokoll einer Burnout-Krise und ihrer Überwindung
«Ich war fünfzehn Jahre um die Welt gereist, hatte gearbeitet, geredet, geschrieben, akquiriert, repräsentiert, bis der Arzt kam. Im Wortsinne. Ich habe keine Grenzen gesetzt, mir selbst nicht und auch nicht meiner Umwelt, die zuweilen viel verlangt, mich ausgesaugt hat wie ein Blutegel seinen Wirt. Und das meiste von dem, was ich gemacht habe, hat mir tatsächlich Freude gemacht … Aber ich habe in alldem nicht die aristotelische Mitte finden können zwischen dem ‹Zuviel› und dem ‹Zuwenig›. Nun war ich plötzlich stillgelegt, wiederum im Wortsinne …»

(Quelle & Homepage des Verlages: Rowohlt


Meine Meinung / Fazit
Miriam Meckel hat erlebt, was viele Menschen in der heutigen Gesellschaft durchleiden: Ein Burnout! Sie hat über Wochen und Monate in einer Klinik verbracht und in dieser Zeit Briefe mit ihren Erfahrungen an sich selbst geschrieben.

Ich finde das Buch unheimlich einprägsam! Für mich als Betroffene einer schweren Depression, die ähnlich Anzeichen aufweist wie ein Burnout, war das Buch doppelt interessant. In viele Dinge konnte ich mich 100 % einfühlen und den Rest konnte ich nachvollziehen. Es ist manchmal schwer, jemandem zu beschreiben, wie es einem in dieser Zeit geht und was man fühlt.
Gefühle kamen für mich in dem Buch weniger rüber, aber das fand ich überhaupt nicht schlimm! Für mich sind die Erfahrungen der Autorin genau deswegen sehr eindringlich, weil sie sachlich schildert, was sie erlebt und wie es ihr geht. Es gibt nicht viel Schnickschnack, sondern sie bringt alles auf den Punkt – für mich hat sie genau den richtigen Ton getroffen.

Das Buch kann ich wirklich jedem empfehlen, der sich mit der Thematik beschäftigt – ganz egal ob Betroffener, Angehöriger oder enger Freund eines Betroffenen. Lasst euch in das Thema fallen und ihr bekommt einen sehr guten Einblick in den Alltag von jemandem, der am Tiefpunkt seines Lebens angekommen ist und sich seinen Weg zurückerkämpft hat.

Von mir bekommt das Buch klare 5 Sterne und ist eine absolute Empfehlung!

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